Der doppelte Dieseltod – DIE ACHSE DES GUTEN. ACHGUT.COM

2022-06-10 22:31:13 By : Ms. Linda Yuan

Der Erfinder Rudolf Diesel nahm ein ebenso rätselhaftes Ende, wie nun der von ihm erfundene Motor nehmen soll.

Ob er in einem depressiven Anfall das schlimme Ende seiner Erfindung vorausgeahnt hat? Das wäre eine extrem weitblickende Voraussicht gewesen. Jedenfalls ging Rudolf Diesel im Jahr 1913 über Bord, als er auf dem Dampfer „Dresden“ von Antwerpen nach Harwich unterwegs war, und fand dort sein Seemannsgrab. Es hat lange gedauert, aber jetzt geht es auch seinem Dieselmotor unweigerlich ans Leben. In den nächsten drei Jahren will die Europäische Union ihn mit Hilfe kaum erfüllbarer Normen abwürgen. Zehn Jahre später soll er endgültig vom europäischen Boden verschwinden. Es handelt sich um einen doppelten Selbstmord.

Denn Deutschland begräbt im Einklang mit der EU eine seiner herausragenden Erfindungen. Der Dieselmotor, den sein Erfinder vor 125 Jahren bei MAN in Augsburg entwickeln und bauen ließ, hat der Welt die Mobilität beschert, von der wir immer noch leben. Vor allem Langstrecken auf der Straße und zu Wasser waren und sind noch immer die Domäne des genial einfachen Selbstzünders. Aber auch im schlichten PKW hat er sich als Konkurrent des Benziners eine beachtliche Position erobert.

Angeregt zu diesem Blick auf Rudolf und seinen Diesel hat mich ein Bericht in der „Augsburger Allgemeinen“, der so schön nostalgisch ist, dass er sich fast wie ein vorweggenommener Nachruf liest. Und so ist es ja auch. Die Tage des Selbstzünders sind gezählt. Und leider kann der Dieselmotor, könnte er denn sprechen und nicht nur brummen, bald nicht mehr mit Mark Twain sagen: „Die Nachricht über meinen Tod ist stark übertrieben.“

Hätte ich statt „brummen“ besser „nageln“ geschrieben? Naja, die alten hässlichen Nagelzeiten sind schon lange vorbei. Längst hat sich der PKW-Diesel als halbwegs dezenter Brummer etabliert. Und vor allem als sparsamer Brummer. Auf der Autobahn schluckt mein Mittelklasse-Diesel bei zurückhaltender Fahrweise kaum über vier Liter auf hundert Kilometer. Und wenig Verbrauch heißt wenig umweltschädlicher Ausstoß. So wenig, dass er in der ökologischen Gesamtbilanz dem hochgejubelten E-Auto auf Jahre hinaus ganz oder fast das Wasser reichen kann.

Allerdings: Wer seinen Diesel wie ein Alonso oder ein Schumacher peitscht, der kann nicht mit Umweltpunkten rechnen. Das ist, soweit ich weiß, beim E-Auto anders. E bleibt E, egal ob er sanft kutschiert oder hart gedroschen. Und der Strom kommt bekanntlich aus der Steckdose. Bei diesem Fahrzeug finden die größeren Schweinereien hinter der Kulisse statt, vorher bei der Suche nach den Seltenen Erden und nachher bei der Entsorgung der Batterie-Monster.

Aber was soll‘s. Die höhere Weisheit der Politik hat gesprochen. Und sie sagt: Eine revolutionäre deutsche Erfindung wird in Richtung Müllhaufen der Geschichte umgelenkt. Eine Gedenkplakette in Augsburg nennt Rudolf Diesel zwar einen „Helfer der Menschheit“. Ob die sich aber noch lange helfen lässt, ist die Frage. Der Diesel ist nicht woke. Sein Erfinder dürfte – wie sein Motor – über kurz oder lang ein posthumes Opfer der Cancel Culture werden.

Und der Erfinder des E-Autos wird in den Woke-Himmel aufsteigen. Elon Musk also? Moment mal. Der E-Motor hat – wie der Diesel – eine uralte Geschichte. Und sogar eine deutsche. Ein gewisser Andreas Flocken baute schon 1888 das erste echte E-Auto. Diese frühen E-Mobile wurden von den Riesen des Straßenverkehrs, den Benzinern und den Dieseln, lange Zeit in eine Nische verbannt. Jetzt aber drängen die einst so scheuen E-Mobile mit Macht ins Zentrum des Geschehens, weil die zu Sauriern erklärten Verbrenner zum Aussterben verurteilt sind.

Aber werden sie die Welt des Verkehrs allein beherrschen? Im Hintergrund lauern als Konkurrenten im Kampf ums Überleben schon die Wasserstoff- und die Solar-Alternativen. Sie werden die arroganten Aufsteiger mit dem dicken „E“ auf dem Nummernschild früher oder später in ihrem Alleingang ausbremsen. Geschieht ihnen recht. Auf Darwin ist auch im Wettkampf der Antriebe Verlass.

Was also tun? Als opportunistischer Autofahrer werde ich mich am Multi-Tasking versuchen. Darum spiele ich mit dem Gedanken, mir neben meinen Diesel (Reichweite 1.200 Kilometer) einen Elektro-Stadtflitzer (Reichweite Nebensache) in die Garage zu stellen. Warum soll man sich nicht das Beste beider Welten gönnen? Also ein dickes „D“ und dazu ein niedliches „E“. Die Zeit für das dicke „E“ ist erst dann reif, wenn es mich – wie mein „D“ – mit einer einzigen „Tankfüllung“ nach Italien bringt.

Wenn mir strenggläubige Grünlinge der Generation PISA immer erzählen, die Tage des Dieselmotors sind gezählt und er wäre so gut wie tot, ist meine Antwort: Das letzte, was sich auf dieser Welt drehen wird, ist der Notdieselgenerator eines Kernkraftwerkes. Dann gucken sie mich an, als ob ich der Leibhaftige wäre. Tut immer wieder gut.

„Auf der Autobahn schluckt mein Mittelklasse-Diesel bei zurückhaltender Fahrweise kaum über vier Liter auf hundert Kilometer.“ —> Unglaublich! Dazu müsste ich mit meinem Golf VII 2.0 TDI mit 80 km/h herumtuckern. Selbst bei nur 100 km/h verbraucht er schon einiges mehr. /// „Denn Deutschland begräbt im Einklang mit der EU eine seiner herausragenden Erfindungen.“ —> Gibts eigentlich irgendetwas von Deutschland, das nicht begraben wird? Naja, nur so kann der Abstieg zum „Südland“ und damit die „Gleichmachung“ (im EU-Sprech Konvergenz genannt)  gelingen.

Wenn ein Mensch auf einem anderen Kontinent weiter lebt, begeht er keinen Selbstmord. Gleiches gilt, wenn er vor einer Bedrohung flieht. Dies als Replik auf “Dieseltod”. Er wird nicht sterben, er lebt eben hier nicht mehr. Der Dieselmotor wird in allen Regionen weltweit geschätzt, wenn nicht bei Pkw (- USA; Japan), so doch als Lkw-, Schiffs- und Lokantrieb sowie in einer unendlichen Zahl weiterer Anwendungen. Wenn de EU Dieselantrieb für Pkw abschaffen will, ist mir das weitgehend egal. Ich fahren meinen sicherlich noch 10 Jahre, und dann ist für mich ohnehin Schlafenszeit. Die nächste und die übernächste Generation werden sicherlich mit Batterieautos oder anderen Erfindungen herumfahren und den Diesel kaum vermissen. Das ist der Lauf der Welt.

Ha,ha,ha, - Ich möchte den 18 Tonnen SCANIA- Sattelzug sehen, der mit Strom fährt !!!

Ich halte es jetzt wie die Asiaten: Roller fahren. Keine Parkplatzsuchprobleme, keine Parkgebühren, man kann alles selbst für kleines Geld reparieren, geringe Unterhalts. und Verbrauchskosten; nur bei Regen wird man nass, und im Winter ist kalt. Ist es in E-Autos aber auch…

Ich fuhr Anfang der 2000er Jahre einen Audi 100 GL 5D, ein 5-Zylinder-Diesel, Baujahr 1978, der relativ flott war, Endgeschwindigkeit 152 km/h.  Komfortabel, innen geräumig, sehr großer Kofferraum, gute Straßenlage. Das Auto hatte zuletzt gut 330.000 km auf dem Tacho. Einige Jahre lagerte ich es ein und verkaufte es vor 8 Jahren an jemanden, der es restauriert hat. 1982 erschien die dritte Audi 100 Baureihe, der 5D-Motor wurde zunächst weitergebaut und mit diesem, bei einem Tank von 80 Litern, schaffte der Audi 100 problemlos über 1200km bei einer Reisegeschwindigkeit von 100 km/h. Und heute verkauft man uns E-Autos als den letzten technologischen Schrei. Absoluter Dummenfang. PS: Der 1978er Audi hatte einen nachgerüsteten Katalysator…

Viele Menschen, werter Herr Autor, können sich eben nicht einen Diesel UND eine E-Karre leisten. Mal drüber nachdenken, bitte.

Der Dieselmotor wird uns schon noch etwas erhalten bleiben. Wie sollen denn sonst die Windräder bei Dauerflaute bewegt werden, um Zuversicht zu verbreiten? Die Goldstücke haben sicher keinen Bock ihre Dankbarkeit auf Dauer im Laufrad zu Beweisen.

Zitat: „….. Sie werden die arroganten Aufsteiger mit dem dicken „E“ auf dem Nummernschild früher oder später in ihrem Alleingang ausbremsen. “          Ich fahre einen e-Porsche aber ohne dem dicken „E“ auf dem Nummernschild. Das „E“ auf dem Nummernschild zu haben ist nämlich keine Pflicht, hierüber kann jeder e-Autobesitzer bei der Zulassung seines e-Autos selber entscheiden.  Ich selber habe nicht das Bedürfnis zu zeigen, dass ich ein Elektroauto fahre, deshalb verzichte ich gerne auf das doofe „E“ auf dem Nummernschild.

@Frank B.: Brennstoffzellen sind generell nicht besonders effizient; das hängt mit der el-Spannung zusammen, die erzeugt werden kann. Deshalb sage ich auch: Hydrazin-Brennstoffzellen sind besser, liefern eine höhere Spannung (um die 4 V). Hydrazin ist N2H4, also billig zu machen, Stickstoff (N2) und Wasserstoff (H2) gibt es zuhauf. Leider ist Hydrazin recht giftig, dafür siedet es erst bei über 100°C und es ist wasserlöslich. Aber Ammoniak ist auch giftig - dennoch wird es als wertvoller Dünger im industriellen Maßstab hergestellt (Haber-Bosch-Verfahren). Hydrazin liefert naturgemäß keinerlei CO2 beim Verbrennen in der Brennstoffzelle, Methanol schon. Allerdings etwa halb so viel wie Kohle selbst. So kann damit, via Methanol, das CO2-Aufkommen halbiert werden - nach guter Nutzung der Kohle zur Verstromung und nach der Zementherstellung aus Kalkstein für den Ashram. GANZ umsonst ist das Leben nu’ mal nicht. Deshalb: Weniger Leute, DAS isses. Aber sag das mal der Kanallje, die sich so schön findet, dass sie sich über Gebühr vermehren muss. Ausnahme: Wir, die Hypofertilen mit unseren 1,5-Kind-Frauen, in Europa, Japan etwa; aber wir sind eine Minderheit auf dem Planeten. Uns bleibt nur: Die Hyperfertilen fern halten, mit Zäunen, Zähnen und Klauen. Notfalls mit Waffen. Aber genau das verstehen sie nicht, die Hypofertilen. Lieber wird herum gejammert, die Hypos sollen sich einschränken - damit sich die Hypers umso ungehemmter ausbreiten können. Wann ist dann damit Schluss? Bei 10 Milliarden? Bei 15? Wie wird die conditio humana sein inzwischen? Wie ist sie heute? Wie wäre sie bei weniger Leuten? Bei 5, bei 4, bei 3 Milliarden? Bei 2,5, so wie um 1950, dem Jahr meiner Gnadengeburt? Müssen schon 13/14/15-jährige Mädchen Kinder kriegen? Langt es nicht auch mit 20 bis 25? Alles Fragen, die sich die Hyperfertilen stellen müssen - und wir müssen sie dazu zwingen. Denn von alleine ... . Wenn jetzt deutlich wird, dass die Nahrungsversorgung auf Kante genäht ist, dann .... .

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